Gästebuch des Padre, Nr. 4 (2002 [Teil 2] - 22. August 2006) - Guestbook of Father Alex! (Tip: alte Gästebücher und das Blogbuch.)


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 Manuela Mausehund, Nadine Krapf hat diesen Beitrag hinzugefügt 2003-11-21 um 02:37:46

Klasse Seite, viele Infos, super. Für alle Fragen was dabei - und was fehlt, kommt die Antwort umgehend.
VIELEN DANK!!!!!!!!!!!!!!!Springen 

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 Birgit hat diesen Beitrag hinzugefügt 2003-11-04 um 21:48:02

Hallo Padre Alex,

vielen Dank für Ihre sehr informative Homepage, so richtig gut katholisch!

Mit einigen Fragen möchte ich mich an Sie wenden, vielleicht finden Sie Zeit, sie mir zu beantworten?

Welche Punkte sind zu beachten, wenn man sich als Laie einen geistlichen Begleiter oder eine Begleiterin sucht? Was ist wichtig in der geistlichen Begleitung, welche Bereiche müssen angeschnitten werden?

Vergelt's Gott für Ihre Hilfe!

Herzliche Grüße
Birgit


ANTWORT PADRE ALEX: Hallo Birgit! Erlauben Sie mir eine übersichtliche Antwort, die nicht ausschöpfend sein wird.

1. Zunächst meine ich, daß der eigentliche geistliche Begleiter ein gültig geweihter katholischer Priester sein soll, der dank des empfangenen Sakramentes der heiligen Weihen besondere Gnaden für die Seel-Sorge im eigentlichen geistlichen Sinne empfangen hat und zudem das heilige Sakrament der Lossprechung von den Sünden ( Buße / Beichte ) spenden kann, wann immer es nötig ist, soferne er dazu vom eigenen Ordinarius nach ausreichender Prüfung die Erlaubnis erhalten hat. Der Priester als in der hohepriesterlichen Person Jesu Christi Handelnde ist also der berufenste geistliche Begleiter, was aber nicht heißt, daß zur geistlichen Auferbauung in ganz entscheidender Weise nicht auch begnadete Ordenschristen und andere im Mysterium Christi besonders beheimatete Katholiken und Katholikinnen mithelfen können.

2. Ein weiteres undispensierbares Kriterium für die Auswahl des geistlichen Begleiters muß seine Glaubenstreue sein, d. h. ganz konkret die überzeugende öffentliche und private Treue zur vollständigen katholischen Glaubenslehre und Sittenlehre gemäß dem gültigen Katechismus der Katholischen Kirche. Es geht also um die treue Vermittlung der Glaubensinhalte und klaren Weisungen der Sittenlehre ohne Abstriche und falsche Kompromisse, eine Verkündigung und Anleitung, welche sich auf die Heilige Schrift, auf die Apostolische Tradition und das Naturgesetz sowie Naturrecht in lebendiger und inspirierter Vermittlung durch das Lehramt von Papst und ihm verbundenen Bischöfen stützt. Der Geist der Unterscheidung hilft dem katholischen Christen dabei quasi intuitiv in der Auswahl auch des geistlichen Begleiters.

3. Ferner ist es wesentlich, daß sich der geistliche Begleiter als stets bemüht um sein eigenes geistliches Leben zeigt, d. h. vor allem in der täglichen Feier der Heiligen Messe, des treuen Gebetes der Stundenliturgie bzw. des Breviers, des regelmäßigen Rosenkranzgebetes und vor allem der ausreichenden geistlichen Betrachtung von Heiliger Schrift und hochstehender geistlicher Literatur von heiligen und über heilige Personen der Kirchengeschichte. Denn während es bei der raschen Wahl des Beichtvaters durchaus genügt, daß die gültige Lossprechung erlangt wird, fordert die Auswahl des geistlichen Begleiters höhere Entscheidungskriterien, also auch eine klare Tendenz der Selbstheiligung und gnadenhaften Selbstbeherrschung kraft der Tugenden des natürlichen und übernatürlichen Lebens.

4. Und dann noch eines: geistliche Begleitung kann alle Lebensbereiche umfassen und lebt von der Regelmäßigkeit der Begleitung, aber es wäre meines Erachtens ein Mißverständnis geistlicher Begleitung, wenn man dem geistlichen Begleiter die eigentlichen Lebensentscheidungen des Alltags und darüber hinaus gewissermaßen überträgt und damit eine gottgegebene Verantwortung abgibt, die man aber gewissenhaft erkennen und einüben sollte. Der geistliche Begleiter sollte also z. B. in Fragen des Lebensstandes keine zwingenden Tendenzen übermitteln, sondern immer klare Einladungen und Aufrufe an das eigene Gewissen, an die eigene Vernunftabwägung kraft des Gebetes um den Heiligen Geist und an die eigene Freiheit der Entscheidung zum Guten. Besonders geistliche Einkehrtage (Exerzitien) können Höhepunkte gelungener geistlicher Erfahrung und Begleitung sein. Der geistliche Begleiter muß sich am Guten Hirten Jesus Christus ausrichten und darf in der Führung und Begleitung nicht eigentlich zwingen. Er muß vor allem immergültige Prinzipien aufzeigen, nach denen eine gewissenhafte Entscheidung in voller Übereinstimmung mit den Geboten Gottes möglich ist. Und natürlich darf er für den geistlichen Stand auch werben, und er soll es auch, wenn sich eine klare göttliche Berufung abzeichnet. Doch die Berufung muß dann der Begleitete selbst überzeugend erkennen und ergreifen. Geistliche Begleitung muß also zu größerer Reife im Glauben und Leben führen, zu einem größeren und tiefer erkannten Potential gelebter Heiligkeit im täglichen Entscheiden für das jeweils Wichtigere nach dem Willen Gottes.

Per elektronischer Mailnachricht kann ich gerne auf weitere Detailfragen eingehen und verbleibe für heute mit herzlichem Gruß

Ihr Mag. Dr. Alexander Pytlik, Vizeoffizial und Kirchenrektor

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 Bernhard, Wm hat diesen Beitrag hinzugefügt 2003-10-28 um 14:47:06

Hallo Pater Alex, ich staune nur so, hab' deine Seite g'rade über eine Suchmaschine gefunden, wollte eigentlich nach einem Billigflug nach Zypern suchen. Ach ja, ich bin Bernhard (Wm), war Koch am OP 142. War der, dem du in Deutsch für die Matura geholfen hast. Außerdem mit Stefan und Alex in deiner Italienischgruppe. Wir waren eigentlich immer pünktlich :). Ich hab mir noch nicht die ganze Homepage angesehen, aber deine Berichte sind echt super. Schade daß es diese Mission nicht mehr gibt. Mit Stefan hab ich noch sehr guten Kontakt, wir waren heuer gemeinsam in Schottland im Urlaub und fahren nächstes Jahr nach Irland. Wo bist du jetzt? Schöne Grüße an dich und an alle Leser dieses Textes aus Grünburg in Oberösterreich (bei Steyr). Bernhard W.freuen freuen Gitarre 

spam@schlumpfhausen.info  www.schlumpfhausen.info  

 Stefan hat diesen Beitrag hinzugefügt 2003-10-01 um 22:58:08

Tolle Seite, endlich schreibt mal einer die Wahrheit.

http://www.schlumpfhausen.info

germany.gif  BK  

 B.K. hat diesen Beitrag hinzugefügt 2003-08-20 um 23:11:50

Hallo Padre Alex, als betroffene Ehefrau eines Mannes in einem Eheannullierungsverfahren möchte ich mich heute bei Ihnen zu Worte melden, um mich bei Ihnen recht herzlich für Ihre Hilfe zu bedanken. Ich bin sehr glücklich darüber, daß dieses Verfahren bisher weder unsere Ehe noch unsere Kinder belastet. Gleichzeitig bin ich aber auch sehr froh, daß mein Mann in Ihrer Person einen Menschen gefunden hat, der ihm nicht nur seine Hilfe, sondern auch sehr großes Vertrauen schenkt. Wir beide sind sehr froh, daß wir weiterhin an die katholische Kirche glauben dürfen und auch unseren Halt nicht darin verlieren. Allein unser Glaube an Gott und an uns selbst gibt uns die notwendige Kraft, diese so unangenehme Angelegenheit durchzustehen. Zuletzt möchte ich noch sagen, daß ich ihre Homepage sehr interessant finde und ich sie wohl künftig auch mit unseren Kindern besuchen werde. Danke auch für die wertvollen Buchtipps darin.
Mit herzlichem Gruß B.K.Girl 

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 Beatrice hat diesen Beitrag hinzugefügt 2003-08-12 um 14:54:35

Was bedeutet "... Priester des lateinischen Ritus"? Beatrice


ANTWORT PADRE ALEX: Hallo Beatrice! Die eine katholische Kirche als wahre Kirche Christi auch in ihrer Apostolizität und Heiligkeit besteht aus verschiedenen eigenrechtlichen Ritus-Teilkirchen (ecclesiae sui iuris), so z. B. für die Katholiken des maronitischen Ritus usw., aber auch die große lateinische Kirche kann als ecclesia sui iuris, als Ritus-Teilkirche der unter dem Papst als Stellvertreter Christi auf Erden geeinten universalen katholischen Kirche angesehen werden. Wenn also z. B. in unseren sogenannten westlichen Ländern jemand in der lateinischen Kirche Priester wird, gehört er als gültig geweihter katholischer Priester dem lateinischen Ritus an. Und der Begriff Ritus meint hier nicht nur den liturgischen Ritus (in der Praxis findet in der lateinischen Kirche erst jetzt wieder eine leichte Trendwende hin zur vermehrten Wiederverwendung der uralten lateinischen Sakralsprache in der heiligen Meßliturgie statt, um das Heiligste auf Erden wieder mit einer minimalen Atmosphäre der Sakralität zu umgeben - aber auch die von Rom approbierten volkssprachlichen Meßbücher sind ja nichts anderes als römische bzw. lateinische Meßbücher in der jeweiligen gehobenen liturgischen Volkssprache), sondern meint das ganze Gut der geistlich-spirituellen, asketischen und frömmigkeitsbezogenen Tradition. Deshalb ist die unter dem Papst geeinte und durch dieselben sieben Sakramente verbundene Ritenvielfalt in der einen katholischen Kirche so wertvoll, weil wir so viele geistliche Schätze besitzen, die uns das Leben hell erleuchten. Es ist also nicht nötig, in fremde Regionen und von Christus entfernte Religionen zu schauen, um dem tiefen Sinn des Lebens wieder auf die Spur zu kommen. Es gibt dann auch Katholiken, die einen Rituswechsel innerhalb der katholischen Kirche vornehmen wollen, z. B. wegen einer Hochzeit oder wegen persönlicher Präferenz. Das Bewahren der eigenen Ritustradition im Sinne der katholischen Ritenvielfalt (insbesondere im Hinblick auf die reichhaltigen orientalischen Riten) steht aber im Vordergrund: es soll nichts verloren gehen, was gut und wertvoll ist für ein Leben und Feiern aus dem Glauben. Aufgrund der Ritenvielfalt gibt es auch nicht nur das lateinische Kirchenrechtsbuch aus dem Jahre 1983 (CIC = Codex Iuris Canonici), sondern auch seit 1990 das für alle anderen orientalischen Riten gültige Gesetzbuch der katholischen bzw. mit dem Heiligen Stuhl unierten Ost-Teilkirchen (CCEO = Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium). Damit haben Papst und Kirche ihre große Sorge und Liebe gegenüber den unter Beistand des Heiligen Geistes gewachsenen Riten in der einen katholischen Kirche ausgedrückt, dafür dürfen wir sehr dankbar sein. In der Hoffnung, daß die Frage nun ein wenig beantwortet ist, verbleibt mit herzlichem Gruß Ihr Mag. Dr. Alexander Pytlik, Vizeoffizial und Kirchenrektor

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 Eva hat diesen Beitrag hinzugefügt 2003-07-11 um 23:27:29

Guten Tag lieber Padre Alexander!
Bitte können Sie mir die heilige Dreifaltigkeit erklären. Bis heute habe ich sie noch nicht verstanden, es wäre allerdings so wichtig für mich. Ist Gott im Menschen als Körper, Geist und Seele, in bildlicher Sprache erklärt --- oder doch nicht?
Danke für eine Antwort und liebe Grüße
Hallo Bild Love


ANTWORT PADRE ALEX: Hallo Eva! Die beste Informationsquelle für tiefgehende Glaubensfragen ist der aktuelle Katechismus der Katholischen Kirche, hier z. B. der Glaubensteil. Sie fragen nach dem größten Glaubensgeheimnis des Christentums, von welchem wir nur dank der Heilsbotschaft unseres Herrn und Gottmenschen Jesus Christus wissen. Zwar hat Gott in seinem Schöpfungswerk und in seiner Offenbarung im Laufe des Alten Bundes Spuren seines dreifaltigen Wesens hinterlassen. Aber sein innerstes Wesen als heilige Dreifaltigkeit stellt ein Geheimnis dar, das der Vernunft nicht zugänglich ist und vor der Menschwerdung des Sohnes Gottes und der Sendung des Heiligen Geistes auch dem Glauben Israels unzugänglich war. Einzig der ewige Gott selbst kann uns also davon Kenntnis geben, indem er sich als Vater, Sohn (= Jesus Christus) und Heiliger Geist offenbart. Die natürliche Vernunft ist aber auch nach dieser geschehenen Offenbarung nicht imstande, eine innere Einsicht in das Dogma der Allerheiligsten Dreifaltigkeit zu erlangen. Wir glauben dies Gott selbst.
Die Menschwerdung des Sohnes Gottes (= Jesus Christus) offenbart nun, daß Gott der ewige Vater und daß der Sohn eines Wesen mit dem Vater ist, das heißt, daß er in ihm und mit ihm der einzige Gott ist. Die Sendung des Heiligen Geistes, der vom Vater im Namen des Sohnes [vgl. Joh 14,26] und vom Sohn "vom Vater aus" (Joh 15,26) gesandt wird, offenbart, daß er zusammen mit ihnen der gleiche einzige Gott ist. Er wird "mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht". "Der Heilige Geist geht vom Vater als dem ersten Ursprung aus und da dieser es ohne zeitlichen Abstand [auch] dem Sohn schenkt, vom Vater und vom Sohn gemeinsam" (Augustinus, Trin. 15, 26, 47). Durch die Gnade der Taufe "im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes" sind wir dazu berufen, am Leben der glückseligen Dreifaltigkeit teilzuhaben, hier auf Erden im Dunkel des Glaubens und jenseits des Todes im ewigen Licht [vgl. Credo des Gottesvolkes]. "Der katholische Glaube ... besteht darin, daß wir den einen Gott in der Dreifaltigkeit in der Einheit verehren, indem wir weder die Personen vermischen noch die Substanz trennen: eine andere nämlich ist die Person des Vaters, eine andere die [Person] des Sohnes, eine andere die [Person] des Heiligen Geistes; aber Vater, Sohn und Heiliger Geist besitzen eine Gottheit, gleiche Herrlichkeit, gleich ewige Erhabenheit" (Symbolum "Quicumque": DS 75). Unzertrennlich in dem, was sie sind, sind die göttlichen Personen auch unzertrennlich in dem, was sie tun. Doch im gemeinsamen göttlichen Handeln äußert jede Person der Dreifaltigkeit ihre Eigenart, vor allem in den göttlichen Sendungen der Menschwerdung des Sohnes und der Gabe des Heiligen Geistes.
Was nun den Menschen betrifft, betete zwar der hl. Paulus: "Gott ... heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid" bei der Wiederkunft des Herrn (1 Thess 5,23). Die Kirche lehrt jedoch, daß diese Unterscheidung die Seele nicht zweiteilt [vgl. 4. Konzil v. Konstantinopel 870: DS 657]. Mit "Geist" ist gemeint, daß der Mensch von seiner Erschaffung an auf sein übernatürliches Ziel hingeordnet ist [vgl. 1. Vatikanisches Konzil: DS 3005; GS 22,5] und daß seine Seele aus Gnade zur Gemeinschaft mit Gott erhoben werden kann [vgl. Pius XII., Enz. "Humani generis", 1950: DS 3891]. Richtig ist es daher, vom Menschen als einer wunderbaren Komposition aus (einem) Leib und (einer) unsterblicher Geistseele zu sprechen. Und was die Präsenz Gottes im Menschen selbst betrifft, so ist es richtig, daß es neben der allgemeinen Gegenwart Gottes auch eine besondere, übernatürliche Gegenwart oder Einwohnung Gottes ist, die darin besteht, daß Gott eine besondere, übernatürliche Gnadenwirksamkeit entfaltet, so in der Seele des Gerechten (Joh 14,23; 1 Kor 3,16; 6,19), im Gotteshaus (Ps 131,13 f.) und im Himmel (Mt 6,9). Einzigartig ist die Einwohnung Gottes in der Menschheit Christi auf Grund der Vereinigung von menschlicher und göttlicher Natur in der göttlichen Person Jesu Christi (Kol 2,9: "In ihm wohnt die Fülle der Gottheit wesenhaft"). Und bereits in der Seele des Gerechten wohnt nun der Heilige Geist nicht bloß mittels geschaffener Gnadengaben, die er spendet, sondern mit seiner ungeschaffenen göttlichen Wesenheit. Die Heilige Schrift verbürgt die Tatsache dieser persönlichen Einwohnung des Heiligen Geistes, 1 Kor 3,16: "Wißt ihr nicht, daß ihr ein Tempel Gottes seid und der Geist Gottes in euch wohnt?" (Vgl. Röm 5,5; 8,11; 1 Kor 6,19).
Dies alles ist geoffenbarte Wahrheit, und doch, wenn es auch ganz wahr ist und wir es auch so nach dem Tode als wahr erkennen werden dürfen, so reicht unser Sprechen doch nie an das Mysterium Gottes heran. Gott ist über jedes Geschöpf erhaben. Wir müssen deshalb unser Sprechen von ihm unablässig von allem Begrenztem, Bildhaftem, Unvollkommenem läutern, um nicht den "unaussagbaren, unbegreiflichen, unsichtbaren, unfaßbaren" Gott (Liturgie des hl. Johannes Chrysostomus, Hochgebet) mit unseren menschlichen Vorstellungen von ihm zu verwechseln. Alle Geschöpfe weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit Gott auf, insbesondere der Mensch, der nach Gottes Bild, ihm ähnlich erschaffen ist. Darum widerspiegeln die vielfältigen Vollkommenheiten der Geschöpfe (ihre Wahrheit, ihre Güte, ihre Schönheit) die unendliche Vollkommenheit Gottes. Daher können wir von den Vollkommenheiten seiner Geschöpfe her über Gott Aussagen machen, "denn von der Größe und Schönheit der Geschöpfe läßt sich auf ihren Schöpfer schließen" (Weish 13,5). Wenn wir auf diese Weise von Gott sprechen, drückt sich unsere Sprache zwar menschlich aus, bezieht sich aber wirklich auf Gott selbst, ohne ihn jedoch in seiner unendlichen Einfachheit zum Ausdruck bringen zu können. Wir müssen uns bewußt sein: "Zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf kann man keine so große Ähnlichkeit feststellen, daß zwischen ihnen keine noch größere Unähnlichkeit festzustellen wäre" (4. Konzil im Lateran: DS 806). "Wir können von Gott nicht erfassen, was er ist, sondern bloß, was er nicht ist und wie sich die anderen Wesen auf ihn beziehen" (Thomas von Aquin, s. Gent. 1,30).

Gerne stehe ich für weitere Fragen zur Verfügung,
Ihr Mag. Dr. Alexander Pytlik, Vizeoffizial und Kirchenrektor


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